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Roadtrips & Caravan

Praktische Roadtrip-Routen nach Kalgoorlie, Caravan-Hinweise, Tankstopps und Fahrten in die Goldfields.

Kalgoorlie ist kein kurzer Abstecher von Perth. Es ist eine richtige Fahrt ins Landesinnere, erst durch Wheatbelt-Orte, dann weiter an den trockeneren Rand von Western Australia, bis man in einer Stadt ankommt, die noch immer nach Bergbau, Bahnlinie, Pubs, breiten Straßen und rotem Staub aussieht. Darum muss eine Roadtrip-Seite für Kalgoorlie vor allem praktisch sein. Gute Fahrten hier draußen entstehen nicht dadurch, dass man jeden möglichen Stopp in den Tag presst. Sie funktionieren, wenn man Sprit, Tageslicht, Hitze, Pausen, Road Trains und sinnvolle Umwege ernst nimmt.

Einen Roadtrip nach Kalgoorlie planen

Die übliche Strecke von Perth nach Kalgoorlie ist auf der Straße etwa 595 km lang. Viele fahren sie an einem Tag, und das ist machbar, wenn man früh losfährt, sich beim Fahren abwechselt und die letzten zwei Stunden nicht unterschätzt. Entspannter ist es mit einer Übernachtung oder zumindest mit klaren Pausen in Northam, Merredin, Southern Cross oder Coolgardie. Die Landschaft verändert sich langsam, nicht plötzlich. Zuerst ist es Farm- und Wheatbelt-Land, dann wird es trockener, die Seitenstreifen wirken breiter, und die Abstände zwischen den Orten werden wichtiger.

Kalgoorlie-Boulder ist auch ein guter Ausgangspunkt für kürzere Fahrten in die Goldfields. Coolgardie liegt nah genug für einen halben Tag. Kambalda passt gut, wenn man Salzsee-Landschaft und Bergbaugeschichte sehen möchte. Die Strecke nach Norden über Menzies bis Lake Ballard ist ein größerer Outback-Tag, ohne dass man gleich eine Expedition daraus machen muss. Nach Süden führt die Straße nach Norseman und dann weiter Richtung Esperance oder Nullarbor. Kalgoorlie ist deshalb nicht nur ein Ziel am Ende der Perth-Strecke, sondern ein brauchbarer Knotenpunkt für mehrere Routen.

Perth nach Kalgoorlie: ein Tag oder zwei?

Wer Perth nach Kalgoorlie an einem Tag fährt, sollte es einfach halten. Früh losfahren, Pausen machen bevor man müde ist, und nicht darauf setzen, dass Essen und Kaffee genau dann verfügbar sind, wenn man sie gerade will. Northam ist ein leichter früher Stopp. Merredin ist eine gute Pause in der Mitte, mit Sprit, Essen und Platz zum Beine vertreten. Southern Cross ist der letzte größere Halt, bevor die Straße weiter Richtung Coolgardie und Kalgoorlie läuft. Die Fahrt ist technisch nicht schwierig. Das Problem ist eher Müdigkeit. Die Straße wirkt lange unkompliziert, und genau dann lässt die Aufmerksamkeit nach.

Die Zwei-Tage-Variante ist besser, wenn man unterwegs auch etwas sehen will. Northam, York, Merredin, Southern Cross und Coolgardie geben der Fahrt mehr Form. Man kann Bahn- und Goldgräbergeschichte, alte Hotels, Wheatbelt-Straßen, Granitlandschaft und frühere Goldrush-Orte mitnehmen, statt nur Kilometer zu sammeln. Außerdem kommt man anders in Kalgoorlie an. Wer noch bei Tageslicht die Unterkunft findet, den Parkplatz prüft, essen geht und kurz über die Hannan Street läuft, hat einen ruhigeren Start als jemand, der spät, müde und staubig eintrifft.

Gute kurze Fahrten ab Kalgoorlie

Coolgardie ist der einfachste Ausflug. Der Ort liegt etwa 40 km westlich von Kalgoorlie und wirkt langsamer und älter. Breite Straßen, historische Gebäude und der sichtbare Rest der Goldrush-Zeit zeigen gut, wie sich die Region entwickelte, bevor Kalgoorlie zum größeren Zentrum wurde. Coolgardie passt gut auf dem Weg von Perth nach Kalgoorlie, lohnt sich aber auch als eigene kleine Fahrt, wenn man Zeit zum Gehen statt nur für ein Foto aus dem Auto haben möchte.

Kambalda ist eine weitere gute Halbtagestour, etwa 60 km südlich. Der Ort ist eng mit Nickelbergbau verbunden, aber die Landschaft ist für viele der eigentliche Grund für die Fahrt. Lake Lefroy ist ein Salzsee, kein Badestopp, und er ändert sich mit dem Licht. Er kann weiß, silbrig, grau oder fast rosa wirken, je nach Wetter und Tageszeit. Man sollte die Fläche respektieren. Nicht auf Salzseen fahren, außer es ist eindeutig erlaubt und die Bedingungen passen. Ein festgefahrenes Auto ist hier draußen kein kleines Ärgernis.

Wenn Sie nur eine kurze Veränderung aus Buschland, Wasser und Ruhe suchen, ist der Roadtrip von Kalgoorlie nach Lake Douglas die lokale Option. Der Guide behandelt die Recreation Reserve, die Regeln für 72-Stunden-Camping mit self-contained Fahrzeugen, Vogelbeobachtung, Picknickstopps, Veranstaltungen in der Stadt und warum diese kleine Fahrt nützlich ist, wenn man Natur nah bei Kalgoorlie statt einen weiteren langen Highway-Tag möchte.

Broad Arrow ist die kürzeste Outback-Pub-Fahrt ab Kalgoorlie und sollte nicht nur als schneller Burgerstopp gesehen werden. Der Roadtrip von Kalgoorlie nach Broad Arrow erklärt die Geschichte des alten Ghost Towns, den Eisenbahn-Wasserturm, die Broad Arrow Tavern und die Burger, wegen derer viele Goldfields-Einheimische bei der Frage nach einem guten Mittagessen nach Norden zeigen.

Für einen längeren Tag sind Menzies und Lake Ballard eine starke Route nördlich von Kalgoorlie. Lake Ballard ist bekannt für die Skulpturen von Antony Gormley, die über die Salzsee-Fläche verteilt sind. Aber auch die Fahrt selbst gehört dazu. Man lässt das städtischere Bergbaugefühl hinter sich und bekommt ein besseres Gefühl für die Weite im Landesinneren. Wasser mitnehmen, Spritstand prüfen, Straßenzustand checken und mehr Zeit einplanen, als die Karte vermuten lässt. Hitze, Fliegen, grelles Licht und raue Abschnitte können einen ordentlichen Plan schnell anstrengend machen.

Nach Sueden: Norseman und Esperance

Die Strecke von Kalgoorlie nach Norseman ist eine der wichtigsten Verbindungen in der Region. In Norseman entscheidet sich für viele Reisende, ob es nach Osten über die Nullarbor geht, zurück Richtung Perth oder weiter südlich nach Esperance. Die Fahrt von Kalgoorlie nach Esperance ist etwa 390 km lang und beliebt, weil sie zwei sehr verschiedene Seiten von Western Australia verbindet: Bergbau im Landesinneren und die Südküste. Es ist eine gute Route, aber sie sollte nicht einfach an einen langen Perth-Kalgoorlie-Tag angehängt werden, außer man will bewusst nur Strecke machen.

Esperance ist nicht bloß "der Strand nach dem Outback". Der Ort braucht Zeit. Wer eine Runde plant, sollte in ganzen Tagen denken: Perth nach Kalgoorlie, ein Kalgoorlie-Tag, Kalgoorlie nach Esperance, mindestens ein Tag in Esperance, dann die Rückfahrt Richtung Perth. So bleibt Platz für Wetter, Wäsche, Tanken, Einkaufen und all die normalen Dinge, die einen Roadtrip weniger verbissen machen. Die besten Routen sind oft die mit etwas Luft im Plan.

Caravan, Camper und Road Trains

Mit Caravan oder Camper durch die Gegend um Kalgoorlie zu reisen ist normal, aber das Land verzeiht weniger als eine Küstenstraße im Urlaub. Stellplätze mit Strom sollte man in vollen Zeiten vorher buchen, besonders wenn Bergbauarbeit, Veranstaltungen oder Schulferien die Nachfrage erhöhen. Wer zieht, sollte bei Tempo, Seitenwind und Überholen realistisch bleiben. Road Trains gehören in den Goldfields zum Alltag. Abstand halten, berechenbar fahren und nicht in toten Winkeln bleiben. Kommt einem ein Road Train auf einer schmaleren Straße entgegen, links halten, ruhig bleiben und keine hektischen Bewegungen machen.

Nehmen Sie mehr Wasser mit, als Sie voraussichtlich brauchen. Etwas Essen gehört ebenfalls ins Auto. Ersatzreifen, Wagenheber und Radschlüssel prüft man vor der Reise, nicht erst nach der Panne. Der Handyempfang kann außerhalb der Orte verschwinden, und ein stiller Straßenrand fühlt sich anders an, wenn Kinder im Auto sitzen, ein Hund dabei ist oder ein Caravan am Haken hängt. Das soll niemanden abschrecken. Es ist nur die normale Sorgfalt für das Landesinnere von Western Australia.

Sprit, Hitze und Tageszeit

Spritplanung ist einfach, wenn man früh nachtankt, und unangenehm, wenn man immer auf den nächsten Ort wartet. Mit einem normalen Auto gibt es auf der Strecke Perth nach Kalgoorlie genug Möglichkeiten, aber Öffnungszeiten, Warteschlangen und das eigene Sicherheitsgefühl spielen trotzdem eine Rolle. Im Sommer sollte der Tank nicht zu weit heruntergehen. Zu jeder Jahreszeit ist es sinnvoll, Reservewasser getrennt von der Trinkflasche mitzunehmen, damit ein Leck oder verschüttetes Wasser nicht gleich zum Problem wird.

Sommerhitze verändert die Fahrt. Stopps in der Mittagszeit können hart sein, Metallflächen werden heiß, und ein kurzer Weg vom Auto fühlt sich länger an als gedacht. Im Winter ist das Fahren meist angenehmer, aber morgens kann es kalt sein und das Licht verschwindet früher. Morgens und abends ist auch mehr Wild am Straßenrand unterwegs. Wer Landstraßen in Australien nicht gewohnt ist, sollte nach Möglichkeit vor Einbruch der Dunkelheit von der offenen Straße herunter sein.

Vorschläge für Routen

Für einen sehr kurzen ersten Besuch reicht ein Drei-Tage-Plan: Perth nach Kalgoorlie, ein voller Tag in der Stadt und am Super Pit Lookout, dann Rückfahrt mit einem vernünftigen Stopp in Coolgardie oder Southern Cross. Das ist knapp, zeigt aber die Grundlagen. Besser sind fünf Tage: Perth in den Wheatbelt, Wheatbelt nach Kalgoorlie, ein oder zwei Tage rund um Kalgoorlie, dann zurück oder weiter nach Süden. Für eine stärkere WA-Runde Esperance einbauen und über den Südwesten oder die Great Southern Region zurückfahren. Dann wird aus der Fahrt ein echter Querschnitt durch den Staat, nicht nur ein Hin und Zurück auf einer Straße.

Wer über Kalgoorlie hinaus plant, sollte diese Seite als Goldfields-Ausgangspunkt verstehen, nicht als kompletten Reiseplan für ganz Western Australia. Für weitere Ideen zu Western Australia, Regionen und Routen ist WA Travel Guides die bessere Weiterlese-Adresse. Für Reisen durch Australien allgemein, längere Strecken und Planung über Bundesstaaten hinweg, siehe AU Travel. Wenn die Planung auf Inseln vor Australien führt und Sie Informationen zu Australian Islands suchen, ist Oztrovok der passende Ort zum Weiterlesen.